Gelenke brauchen das richtige Maß an Belastung und Bewegung – nicht zu heftig, nicht zu wenig und auch nicht zu einseitig. Wir stellen Ihnen Sportarten vor, die einem vorzeitigen Gelenkverschleiß vorbeugen – und die Sie auch in Maßen ausüben können, wenn Sie bereits unter Gelenkschmerzen leiden.

Schwimmen

Schwimmen ist besonders gelenkschonend, denn im Wasser sind wir fast schwerelos: Durch den Auftrieb des Wassers verringert sich unser Körpergewicht um ein Vielfaches. Schwimmen bringt nicht nur den Kreislauf in Schwung; wer ab und zu den Schwimmstil wechselt, kann auch alle Muskeln und Gelenke gleichzeitig trainieren.

Das A und O beim Schwimmen ist die richtige Haltung: Nehmen Sie beim Brustschwimmen den Kopf mit unter Wasser, um die Halswirbelsäule nicht zu stark zu belasten. Für Menschen mit Wirbelsäulen-Beschwerden eignet sich am besten Rückenschwimmen.

Sie möchten nicht allein Ihre Bahnen ziehen? Versuchen Sie es doch einmal mit Aqua-Gymnastik. Bei schweren Gelenkschmerzen kann eine Auftriebsweste zusätzlich das eigene Körpergewicht verringern.

Fahrradfahren

Fahrradfahren verbessert die Kondition und ist gut für den ganzen Körper. Beim Radeln werden das Herz-Kreislauf-System und nahezu alle Muskelgruppen trainiert – und dies, ohne Gelenke oder Stützapparat zu belasten.

Diese Tipps sorgen für viel Freude am Radfahren:

  • Prüfen Sie vor Ihrer ersten Tour, ob Sattel und Lenker die richtige Höhe haben. Der nächstgelegene Fahrradhändler berät Sie sicher gerne, wenn Sie unsicher sind.
  • Tragen Sie einen Helm, um schwerwiegende Kopfverletzungen zu vermeiden.
  • Als Bekleidung eignen sich Funktionsfasern; sie transportieren Schweiß von der Haut weg. So vermeiden Sie einen Schnupfen und fühlen sich wohl in Ihrer Haut.

Unser Tipp:
Ihr Arbeitsplatz ist nur einige Kilometer entfernt? Dann radeln Sie doch einfach mal zur Arbeit - das macht nicht nur fit, sondern entlastet auch den Geldbeutel.

Wandern

Natur erleben und sich bewegen – Wandern vereint beides. Die gleichmäßige Bewegung regt die Produktion von Gelenkflüssigkeit an, die den Knorpel mit Nährstoffen versorgt und damit das Gelenk gesund erhält. Wandern stärkt zudem Gelenkbänder und die Muskeln, die die Gelenke stabilisieren.

Für ein rundum gelungenes Wandererlebnis kommt es auch auf die richtige Ausrüstung an:

  • Die Wanderschuhe sollten guten Halt geben, eine rutschfeste Sohle besitzen und Stöße abdämpfen.
  • Speziell gefederte Wanderstöcke schonen Schultern, Hüfte sowie Knie und entlasten die Gelenke.
  • Ein Rucksack mit Hüftgurt eignet sich, um Snacks und Getränke mitzunehmen.

Versuchen Sie unbedingt, Ihre eigenen Kräfte richtig einzuschätzen – so vermeiden Sie eine Überbelastung der Gelenke. Ungeübte Wanderer nehmen sich am besten zunächst kleinere Etappen mit ausreichend Pausen vor. Tempo und Länge der Wanderstrecke können dann allmählich gesteigert werden.

Tipp:
Wer an Gelenkschmerzen leidet, sollte nur in flachem Gelände oder bergauf wandern und zum Beispiel mit der Seilbahn zurückkehren. Denn das Wandern bergab belastet Wirbelsäule und Kniegelenke.


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