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Arthrosebedingte Gelenkschmerzen

Arthrosebedingte Gelenkschmerzen

Gelenke können sich mit zunehmendem Alter abnutzen, das heißt, dass der Knorpel und möglicherweise auch der darunter liegende Knochen beschädigt und abgerieben werden können. Krankheitscharakter bekommt diese „Verschleißerscheinung“, medizinisch Arthrose genannt, wenn das Gelenk zu schmerzen beginnt und die Beweglichkeit eingeschränkt ist. Dies ist ein bereits weit fortgeschrittenes Krankheitsstadium. Die Arthrose wird durch die Abnutzung des Gelenks hervorgerufen – Entzündungen entstehen. Eine solche Gelenkentzündung ist eine ernst zu nehmende Erkrankung und sollte so schnell wie möglich von einem Arzt behandelt werden. Diese Arthrose äußert sich mit den typischen Symptomen einer Entzündung: Schmerzen, Schwellung, Erwärmung und Gelenksteife. Eine Arthrose tritt besonders häufig an Kniegelenken, Schultergelenken sowie an Fingerenden und Fingermittelgelenken auf. Ziel der Therapie ist die Entzündungshemmung und Schmerzstillung.

Informationen über traumabedingte Gelenkschmerzen finden Sie im Bereich Verletzungen.

Entlastung hilft gegen Gelenkschmerzen
Eine Entlastung der Wirbelsäule tut Ihnen immer gut, wenn Sie unter Arthrose, Rückenschmerzen, oder einem Hexenschuss leiden. Ein Tipp: Sie sollten sich zur Entlastung der Wirbelsäule flach auf den Boden legen und die Beine anwinkeln. Schmerzstillende Salben und Gele können beispielsweise die vom Arzt verschriebene Therapie ergänzen und unterstützen. Um langfristig einen gesunden Rücken zu bekommen und zu erhalten, ist gezielte Gymnastik ein wichtiger Baustein.

Behandlung der Arthrose
Arthrose wird entsprechend der Schmerzintensität und dem Schweregrad der Symptome behandelt (siehe Behandlungspyramide):

Arthrosebedingte Gelenkschmerzen

Menschen, die unter arthrosebedingten Gelenkschmerzen leiden, sollten im Rahmen der Behandlung zunächst mehr über die Erkrankung und den Umgang mit Arthrose erfahren. Sie sollten außerdem darüber informiert werden, dass durch eine angepasste Lebensweise Schmerzen gelindert werden können und dass die Einnahme von Knorpelnährstoffen, die Gelenkstruktur und -funktion langfristig positiv beeinflussen kann (siehe Schritt 1 im Diagramm).

Im Rahmen der Schmerztherapie können auch Medikamente erforderlich sein, wie beispielsweise Gele oder Salben, die schmerzlindernde und entzündungshemmende Mittel enthalten und zur Schmerzlinderung tief in das Gelenk eindringen und die Wiederherstellung der Mobilität fördern (siehe Schritt 2 im Diagramm).

Bei anhaltend starken Schmerzen oder bei unvermittelt auftretenden heftigen Schmerzen, kann zur Linderung eine Verordnung des Arztes zur Einnahme von stärkeren Arzneimitteln erforderlich sein, beispielsweise oral einzunehmende Kapseln oder Tabletten (siehe Schritt 3 im Diagramm).

Arthrosebedingte Gelenkschmerzen müssen aktiv behandelt werden, um eine weitere Verschlechterung des Gesundheitszustandes und eine Beeinträchtigung der Lebensqualität zu vermeiden. Hier ein paar Ratschläge, die Ihnen das Leben erleichtern können:

  • Integrieren Sie Sport in Ihren Alltag. Es ist wichtig, aktiv zu bleiben, damit Muskeln und Sehnen nichts von ihrer Kraft einbüßen und flexible Bewegungen ermöglichen. Sportliche Aktivitäten stellen daher bei arthrosebedingten Gelenkschmerzen einen wichtigen Teil der Schmerztherapie dar.
  • Eine ausgewogene und gesunde Ernährung, die eine ausreichende Zufuhr bestimmter Mineralien, Vitamine, Öle und Antioxidantien sichert, ist eine wichtige Voraussetzung für gesunde Knochen und Gelenke. Damit können Sie auch Ihr körperliches und allgemeines Wohlbefinden steigern.
  • Massagen mit den geeigneten ätherischen Ölen können bei einer steifen Muskulatur Abhilfe schaffen, Schmerzen lindern und Schwellungen im massierten Bereich reduzieren.
  • Auch warme oder kalte Gegenstände können Schmerzen lindern. Kälte kann gegen Schwellungen eingesetzt werden und eignet sich insbesondere bei Entzündungen. Wärme, beispielsweise in Form von heißen Bädern oder Duschen, Heizdecken oder Wärmflaschen, kann dagegen eine entspannende Wirkung haben. Gehen Sie dabei jedoch vorsichtig vor, um heiße oder kalte Verbrennungen zu vermeiden.
  • Wenn Sie sich in physiotherapeutischer Behandlung befinden, sollten Sie regelmäßig die empfohlenen Übungen durchführen.
  • Wenn sich bei einer Aktivität Gelenkschmerzen bemerkbar machen, unterbrechen Sie diese und legen Sie eine Pause ein, bis die Schmerzen nachgelassen haben oder setzen Sie die Übungen weniger intensiv fort.
  • Achten Sie darauf, dass Sie die kleinen, alltäglichen Aufgaben richtig erledigen, zum Beispiel:
    • Verwenden Sie einen Wischmopp und kein Wischtuch, wenn Sie den Boden putzen. Am besten eignet sich ein selbstauswringender Wischmopp, weil dieser Knie, Hüfte, Hände und Rücken weniger belastet.
    • Das morgendliche Anziehen kann für Menschen, die unter Gelenkschmerzen leiden, zu einer schwierigen Aufgabe werden. Wählen Sie eine Strickjacke oder Jacke statt eines Pullovers. Setzen Sie sich hin, bevor Sie Socken anziehen. Frauen sollten Schuhe mit niedrigen Absätzen tragen, weil hochhakige Schuhe das körperliche Gleichgewicht stören und die Gelenke unnötig belasten.

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