Gelenkschmerzen entstehen durch stumpfe Verletzungen, wie einen Schlag oder Stoß am Bewegungsapparat. Weitere Ursachen können übermäßiges Ziehen, Verdrehen oder Zerren sein, wodurch Gelenke und Weichteile, die den Knochen umgeben, über ihren physiologischen Bereich hinaus beansprucht werden.
Solche Verletzungen verursachen am Knie eine Entzündung der Gelenkinnenhaut und manchmal einen blutigen Gelenkerguss. In diesem Fall schmerzt das Knie und ist geschwollen, auf dem Röntgenbild und im Kernspintomograph (MRT) sind jedoch keine strukturellen Verletzungen zu sehen. Die Beschwerden klingen durch Ruhe ab. Außerdem ist eine entzündungshemmende Therapie hilfreich.
Behandlung von Verletzungen wie Verstauchungen oder Zerrungen
Wenn Gewebe verletzt wird, durchläuft es einen Heilungsprozess, der mit einer Entzündungsreaktion beginnt. Diese Entzündung ist für eine gute Heilung des jeweiligen Gewebes ausschlaggebend. Während der Entzündungsphase wird im Heilungsprozess das verletzte Gewebe entfernt und es entsteht neues Gewebe. Der verletzte Bereich kann erneut verletzt werden, weil heilendes Gewebe sehr empfindlich ist. Wenn der Heilungsprozess voranschreitet, wird der Bereich allmählich widerstandsfähiger.
Weichteilverletzungen kommen sehr häufig vor. Es ist wichtig, dass Sie auf diese Verletzungen achten, damit der betroffene Körperbereich schnellstmöglich heilt. Wenn eine Verletzung nach einigen Tagen kein Anzeichen einer Heilung zeigt, sollten Sie einen Arzt oder einen anerkannten Physiotherapeuten aufsuchen. So stellen Sie sicher, dass kein Bruch und keine Knochenverletzung vorliegt. In den Tagen nach einer Verletzung sollten Sie den PECHi-Notfallplan anwenden.
Die PECH-Regel kommt von „Pech gehabt“ und sollte vor allem bei akuten Schmerzen wie beispielsweise einer Verstauchung oder Prellung zum Einsatz kommen. PECH leitet sich aus den Anfangsbuchstaben der wichtigsten Verhaltensregeln ab:
P wie Pause
E wie Eis und Kühlen,
C wie Compression (elastischer Verband) und
H wie Hochlagern.
Unterstützend kann danach ein kühlendes, schmerzlinderndes und den Rückgang der Schwellung förderndes Schmerzgel eingesetzt werden.
Weitere Behandlung von Sportverletzungen
Entzündungshemmende Medikamente, die in der Apotheke erhältlich sind, sind bei der Behandlung von Sportverletzungen sehr wirksam. Sie wirken sowohl gegen die Entzündung, als auch gegen den durch die Verletzung verursachten Schmerz. Entzündungshemmende Gels sind gegen lokalisierte Schmerzen sehr wirksam, zum Beispiel am Knie oder am Knöchel. Lesen Sie die Produktinformation, bevor Sie ein Medikament benutzen und befolgen Sie die Anweisungen und empfohlenen Dosierungen sorgfältig. Bei plötzlichen Beschwerden oder Problemen, sollten Sie sofort Ihren Arzt aufsuchen.
Starke Schmerzen und Schwellungen, Schmerzen die nach einem Tag nicht nachlassen, oder eine Instabilität des Gelenks sollten immer von einem Arzt oder der Notaufnahme einer Klinik untersucht werden. Es kann ein Knochenbruch oder ein Sehnenriss vorliegen, der eine Bandage, einen Gipsverband, oder sogar einen chirurgischen Eingriff erfordert.
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