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Rheumatische Erkrankungen

Rheumatische Erkrankungen umfassen eine Reihe von Krankheiten des Bewegungsapparates. Dabei können sowohl die Gelenke, die Wirbelsäule, als auch die Sehnen, das Bindegewebe oder die Muskulatur betroffen sein. Rheumatische Erkrankungen sollten in jedem Fall ärztlich behandelt werden, um eine Verschlimmerung zu verhindern.
Man unterscheidet bei den rheumatischen Erkrankungen zwischen entzündlichem Rheuma, bei dem das Gelenk direkt betroffen ist, und Weichteilrheumatismus, bei dem die Weichteile um das Gelenk herum die Schmerzen verursachen

Entzündliches Rheuma ist eine chronische Erkrankung, die durch schmerzhafte Entzündungen und Schwellungen der Gelenke, insbesondere an den Händen, Handgelenken, Knien und Füßen, gekennzeichnet ist. Ein Beispiel ist die rheumatoide Arthritis. Man vermutet, dass die Ursache eine genetisch bedingte Autoimmunerkrankung ist, bei der der Körper die Gelenkinnenhaut angreift und dort Entzündungen hervorruft. Diese Entzündungen versucht der Körper durch das Immunsystem zu bekämpfen, Schmerzen und Schwellungen des betroffenen Gelenkes entstehen. Um die richtige Therapie zu wählen, muss der Arzt den sogenannte Rheumafaktor im Blut bestimmen.

Sehnenscheidenentzündung und Golfer- oder Tennisellenbogen sind Beispiele für Weichteilrheumatismus. Die Ursache ist „lediglich“ eine Überbeanspruchung der Gelenk-umgebenden Weichteile, wie Sehnen oder Bindegewebe, die sich jedoch in starken Schmerzen äußert.

Unter dem Punkt Schmerzarten finden Sie weitere Informationen.

Behandlung von rheumatischen Erkrankungen:

  • Bei entzündlichem Rheuma,beispielsweise in der Hand, ist die Behandlung durch einen Arzt unerlässlich. Dieser kann Ihnen nach der Diagnose die richtigen Medikamente verordnen. Wichtig ist außerdem, dass Sie immer in Bewegung bleiben, beispielsweise mit Krankengymnastik. Sprechen sie auch mit Ihrem Arzt, inwiefern Sie entzündungshemmende Schmerzmittel in Form von Tabletten oder Cremes zusätzlich anwenden können.
  • Im Gegensatz zu entzündlichem Rheuma wird bei Weichteilrheumatismus das betroffene Gelenk ruhig gestellt, beispielsweise mit einem Stützverband oder einer Armschlinge. Unterstützend können Sie entzündungshemmende Schmerzmittel anwenden. Diese gibt es als Tabletten oder Cremes.

Schleimbeutelentzündung (Bursitis)
Schmerzhaftes Ellenbogenleiden, das durch eine Entzündung des Schleimbeutels, also eines mit Flüssigkeit gefüllten Kissens über dem Ellenbogen, verursacht wird. Manchmal wird die Schleimbeutelentzündung durch ständiges Aufstützen des Ellenbogens auf einer harten Oberfläche wie einem Schreibtisch oder einer Bar verursacht, der sogenannte Studentenellenbogen. Aber oft gibt es, wie es bei den meisten Formen von Weichteilrheumatismus, keine offenkundige Ursache.
Die Entzündung des Schleimbeutels am Ellenbogengelenk verursacht eine Schwellung, die manchmal so groß wie ein Hühnerei werden kann und oft schmerzvoll ist. Sie kann gerötet, heiß und druckempfindlich sein. Einreiben der Schwellung mit einem entzündungshemmenden Gel kann helfen. Normalerweise saugt der Arzt die Flüssigkeit aus dem Schleimbeutel über eine Hohlnadel ab und spritzt dann ein entzündungshemmendes Medikament, wodurch die Beschwerden generell rasch abklingen. Ihr Arzt überprüft, ob die entnommene Flüssigkeit  infiziert ist. In diesem eher unwahrscheinlichen Fall sind Antibiotika notwendig.

Sehnenansatzentzündung (Epikondylitis)
Die häufigste Ursache von Ellenbogenschmerzen ist die Sehnenansatzentzündung. Dabei treten Schmerzen und Druckempfindlichkeit rund um die Ellenbogenspitze (Tennisellenbogen) oder an der Ellenbogeninnenseite (Golferellenbogen) auf. Eine Sehnenansatzentzündung entsteht durch wiederholte Armbewegungen und tritt oft bei Tennis- und Golfspielern auf.

Eine leichte Sehnenansatzentzündung wird am besten mit entzündungshemmendem Gel und Eispackungen behandelt. In schwereren Fällen kann Ihnen der Arzt eine Spritze in das Ellenbogengelenk geben. Eine Ruhigstellung des Gelenks hilft bei einer Entzündung des Sehnenansatzes nicht. Sie können also normale Tätigkeiten weiter ausführen - das Leiden bessert sich unabhängig davon, was Sie tun oder lassen. Sie können also weiterhin ohne Bedenken Tennis oder Golf spielen und dabei ihren Ellenbogen bewegen. Wenn die Ellenbogenbewegung besonders schmerzhaft ist, kann Ihnen der Arzt einen speziellen Stützverband anlegen, der Ihre Freizeitaktivitäten unterstützen und erneuten Schmerzen vorbeugen kann. Sie sollten allerdings geduldig sein, denn die komplette Heilung kann ein Jahr oder länger dauern.

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