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Verletzungen: Zerrung, Prellung und Verstauchung

Eine Verstauchung ist eine Verrenkung oder Drehung eines Gelenks, bei der die Bänder teilweise oder vollständig gerissen sind, das Gelenk selbst aber nicht verschoben ist. Dabei können auch zugehörige Blutgefäße, Muskeln, Sehnen oder Nerven beschädigt werden. Bisher hielt man eine Verstauchung für schwerwiegender als eine Zerrung, bei der es sich um eine Überdehnung eines Muskels mit Beschädigung seiner Muskelfasern handelt. In der modernen Terminologie können jedoch beide ähnlich klassifiziert werden:

  1. Grad: Leichte oder minimale Verstauchung ohne Bänderriss. Es können leichte Schmerzen und eine leichte Schwellung auftreten.
  2. Grad: Mäßige Verstauchung mit unvollständigem oder teilweisem Bänderriss, sichtbarer Schwellung, Bluterguss und Schwierigkeiten beim Gehen.
  3. Grad: Vollständiger Riss eines Bandes mit Schwellung, Blutung, Instabilität des Knöchels und Unfähigkeit zu gehen.

Bei den meisten Sportarten und bei Überbelastung treten Verstauchungen am Fußknöchel auf. Die nachfolgende Abbildung bezieht sich speziell auf Verstauchungen des Fußknöchels.

 

Zerrung am Knöchel
Eine Zerrung am Knöchel ist weit verbreitet und meist harmlos, obwohl ihr Abheilen Wochen oder gar Monate dauern kann. Der Knöchel ist dabei geschwollen und schmerzempfindlich. Eine längere Ruhestellung und andere einfache Maßnahmen können erforderlich sein, aber gewöhnlich heilt der Knöchel von selbst ab. Entzündungshemmende Gels können helfen, Schmerzen und Entzündungen zu lindern.

Es ist wichtig, auf Verletzungen an den inneren und äußeren Bändern zu achten, die eine Instabilität des Knöchels verursachen können. Diese führt typischerweise zu einer Plattfußstellung und kann später die Ursache für andere Probleme werden, wie etwa Arthrose. Sobald der Knöchel abgeheilt ist, sollte eine biomechanische Beurteilung beispielsweise durch einen Arzt durchgeführt werden.

Prellung und Bluterguss
Ein Bluterguss, auch als Prellung oder Quetschung bekannt, entwickelt sich gewöhnlich nach einem Stoß oder Sturz, wenn kleine Blutgefäße unter der Haut platzen oder reißen. Dadurch sickert Blut ins Gewebe unter der Haut, was zu der blau-schwarzen Färbung führt. Ein Bluterguss heilt meist innerhalb von zwei bis vier Wochen ab, wobei Blutergüsse am Bein üblicherweise länger brauchen als Blutergüsse im Gesicht oder an den Armen.

Die meisten blauen Flecken verschwinden von selbst. Eine sanfte Massage kann dazu beitragen, den Schmerz zu lindern und die Durchblutung anzuregen. Schwere Blutergüsse, Schmerzen und Schwellungen, die innerhalb von 30 Minuten nach einer Verletzung eintreten, können jedoch auf ein ernsteres Problem hinweisen, wie etwa einen Bruch oder eine schwere Verstauchung. Hier kann eine ärztliche Untersuchung erforderlich sein.

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