Es ist kaum zu glauben, aber Fußballer erleiden tatsächlich mehr Verletzungen, als Rugby-Spieler, Radfahrer und sogar Boxer. Fußball ist heutzutage ein echter Kontaktsport, daher sind Brüche, Schnitte und Prellungen häufige Verletzungen. Zu Fußballverletzungen zählen auch verstauchte Knöchel, so genannte Stiefelverletzungen, die zum Beispiel durch Tritte verursacht werden können. Genauso können Verletzungen der Kniebänder und Knorpel durch wiederholtes Verdrehen auftreten. Die meisten Verletzungen beim Fußball werden durch Traumata verursacht. Dies kann der Fall sein, wenn der Spieler nach einem Sprung zum Ball falsch auftritt, oder wenn er mit Gegnern zusammenstößt. Ungefähr ein Drittel aller Verletzungen entwickelt sich erst mit der Zeit, entweder durch zu große Belastungen, oder durch eine zu kurze Verletzungspause, wenn nicht ausgeheilte Beschwerden sich zu größeren Verletzungen verschlimmern. Die meisten Verletzungen beim Fußball betreffen den Unterkörper: Becken, Leistengegend, Hüfte, Oberschenkel, Waden, Knie, Füße oder Knöchel. Zur besseren Prävention vor Verletzungen beim Fußball sollten Sie die Ursachen verstehen.
Zerrung des hinteren Oberschenkelmuskels
Zu einer Zerrung des hinteren Oberschenkelmuskels kommt es, wenn dieser überdehnt wird. Zur Prävention sollten Sie sich vor dem Spiel 20 Minuten lang Aufwärmen. Beginnen Sie mit einigen leichten Dehnübungen und steigern Sie sich dann allmählich bis zur vollen Leistung. Wenn Sie zu Zerrungen in den hinteren Oberschenkelmuskeln neigen, tragen Sie Kompressionsshorts, die die Muskeln zusätzlich wärmen und dadurch schützen. Zerrungen der Oberschenkelmuskeln sollten sofort mit dem PECHi-Verfahren behandelt werden: P wie Pause, E wie Eis und Kühlen, C wie Compression mit einem elastischen Verband und H wie Hochlagern. Je nach Schweregrad der Zerrung sollten Sie einige Wochen, schlimmstenfalls sogar mehrere Monate lang keinen Sport treiben. Halten Sie auf jeden Fall Rücksprache mit Ihrem Arzt.
Verstauchter Knöchel
Knöchelverstauchungen sind eine der gängigsten Verletzungen beim Fußball. Sie werden üblicherweise durch ein Verdrehen des Knöchels nach innen verursacht, was hauptsächlich zu Zerrungen oder Prellungen an den Bändern führt. Durch die Verletzung kommt es zu einem Bluterguss im Gewebe, wodurch das Gelenk anschwillt, der Knöchelbereich blau wird und Schmerzen auftreten. Eine gute Prävention gegen verstauchte Knöchel sind Bandagen, die Sie vor dem Spiel an die Sprunggelenken anlegen. Bei häufigen Verstauchungen kann eine Sprunggelenkstütze möglicherweise helfen. Das Schaukelbrett wurde speziell dazu entwickelt, die Flexibilität des Knöchelgelenks zu erhöhen und kann zusätzlich Ihren Gleichgewichtssinn verbessern. Zugleich vermindern Sie die Wahrscheinlichkeit einer Verstauchung. Verstauchte Knöchel müssen in den ersten Tagen nach einer Verletzung geschützt werden. Verwenden Sie eine Stütze oder Bandage, um die Verletzung zu komprimieren.
Gerissenes Knorpelgewebe
Beim Fußball kann es zu Knorpelrissen kommen, wenn der Spieler sein Gewicht hauptsächlich auf ein Bein verlagert und sich dann bei halb gekrümmtem Knie dreht oder wendet. Dies führt normalerweise zu einer Schwellung und zu Schmerzen im Knie. Wenn es sich nicht um eine schlimmere Verstauchung handelt, reicht es aus, das Knie eine Zeitlang zu schonen. Ein schwerer Riss kann jedoch dazu führen, dass das Knie blockiert oder nachgibt, wenn es belastet wird. Starke hintere Oberschenkelmuskeln und ein kräftiger Quadrizeps verringern die Verletzungswahrscheinlichkeit. Eine echte Prävention vor gerissenem Knorpelgewebe gibt es jedoch nicht. Kleinere Risse lassen sich durch Ruhe oder Krankengymnastik auskurieren. Schwere Risse müssen möglicherweise operiert und mit anschließender Krankengymnastik auskuriert werden.
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