Gehen und Wandern eignen sich hervorragend, um fit zu bleiben. Wie bei anderen Aktivitäten sollte jedoch auch hier auf Verletzungsrisiken geachtet werden. Die meisten Verletzungen passieren bei Menschen, die Wandern oder lange Spaziergänge nicht gewohnt sind, da sie ihren Körper auf ungewohnte Weise belasten. Schmerzen können entweder sofort oder erst nach Wochen auftreten. Gute Vorbereitung und gut sitzende Schuhe helfen, um Verletzungen vorzubeugen.
Schmerzen an der Achillessehne, Zerrungen in Wade, Oberschenkel und Knie
Die häufigsten Schmerzen beim Wandern oder Bergsteigen treten an den Beinen auf: an der Achillessehne, in der Wade, im Oberschenkel oder im Knie. Beim Wandern in einer hügeligen Landschaft neigt man dazu, den Vorderfuß stärker zu belasten, um Halt zu bekommen und eine bessere Kontrolle zu gewinnen. Dadurch senkt sich die Ferse im Stiefel zu stark ab, was wiederum zu einem sehr starken Druck auf die Oberschenkel- und Kniemuskeln führt.
Knöchelverstauchungen
Knöchelverstauchungen können durch eine plötzlich nach außen rollende Bewegung des Knöchels (Umknicken) verursacht werden. Dadurch wird das Band auf der Außenseite des Knöchels verletzt. Es kommt zu einer Prellung, einer Schwellung am Fußgelenk, die Bewegungsfähigkeit wird eingeschränkt und es können starke Schmerzen auftreten. Wenn die Knochenstruktur nicht geschädigt wurde, besteht die Behandlung üblicherweise darin, die Stelle zunächst mit Eis zu kühlen, einen Druckverband anzulegen, das Bein hochzulegen und danach ruhig zuhalten. Nach etwa drei Tagen sollten Sie in der Lage sein, ein paar leichte Gleichgewichts- und Dehnübungen zu machen. Wärme kann hier ebenfalls hilfreich sein.
Schienbeinschmerzen
Schmerzen am Schienbein zählen zu den häufigsten Beschwerden beim Wandern. Sie können beim Gehen durch falsche Schuhe und eine schlechte Gehtechnik hervorgerufen werden. Eine weitere Ursache können die Wanderwege sein: Unebene Böden oder eine bergige Landschaft bedeuten eine erhöhte Belastung. Die Wahrscheinlichkeit von Schienbeinschmerzen wird am besten durch die richtige Technik beim Wandern und geeignete Schuhe verringert. Zur Behandlung der Schmerzen empfiehlt sich das Kühlen mit Eis, entzündungshemmende Arzneimittel und Ruhe.
Ermüdungsbrüche
Ermüdungsbrüche gibt es häufig bei zu intensivem Training. Bei normaler körperlicher Aktivität baut sich das Knochengewebe allmählich ab und regeneriert sich von alleine wieder. Wenn man aber die eigenen Grenzen überschreitet und den Köper übermäßig stark belastet, kann sich der Knochen innerhalb der kurzen Zeit nicht mehr regenerieren und es kommt zu kleinen Rissen im Fuß- und Schienbeinbereich. Die Gefahr von Ermüdungsbrüchen beim Wandern erhöht sich, wenn Sie auf harten Böden gehen, sich falsch ernähren oder wenn sie sich zu wenig Ruhe und Erholung gönnen. Die empfohlene Behandlung ist Ruhestellung und Kühlung mit Eis. Nachdem die Schmerzen nachgelassen haben, können Sie das Training wieder aufnehmen. Allerdings ist es empfehlenswert, mit gelenkschonenden Sportarten wie Schwimmen und Radfahren zu beginnen.
Blasen
Blasen an den Füßen bilden sich üblicherweise, wenn Sie in schlecht sitzenden Stiefeln oder Schuhen wandern, oder wenn die Socken nicht genügend Feuchtigkeit aufnehmen können. Zur Linderung von Blasen gibt es Blasensalben oder spezielle Blasenpflaster. Wichtig ist außerdem, keinen Druck auf die betroffene Stelle auszuüben.
Ballenzehe
Bei Ballenzehen entsteht eine Geschwulst am großen Zeh, die meist durch falsche oder zu enge Schuhe verursacht wird. Wenn Ballenzehen beim Wandern zu einem Problem werden, können Einlagen die Position und die Abpolsterung des Fußes verbessern. Stellen Sie also stets sicher, dass Ihre Schuhe gut passen.
Hühneraugen und Schwielen
Hühneraugen und Schwielen sind Hautverdickungen an den Zehen und Füßen. Zur Behandlung sollten Sie Salbe auf die Stelle auftragen. Wie bei den meisten Fußproblemen sind falsche Schuhe die häufigste Ursache. Auch die Art, wie Sie Ihre Füße beim Gehen oder Wandern bewegen, kann zu Hühneraugen führen. Dies wird oft als „Biomechanik des Fußes“ bezeichnet. Häufig kann ein Podologe oder ein Fußpfleger Hühneraugen und Schwielen entfernen. Als Prävention sollten Sie auf gesundes Schuhwerk achten und gegebenenfalls Einlagen tragen.
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