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Arthrose

Arthrose frühzeitig erkennen und behandeln

Arthrose ist die weltweit häufigste Gelenkerkrankung. Sie bezeichnet den fortschreitenden Verschleiß der Gelenkknorpel (griechisch: arthros = Gelenk, ose = degenerativer Prozess). Fast jeder Mensch leidet ab etwa 40 Jahren an einer Abnutzung der Gelenke – oft ohne sie zu erkennen. Denn Ursache, Beginn und Verlauf einer Arthrose sind individuell sehr unterschiedlich.

Was verursacht Arthrose?

Die genaue Ursache von Arthrose ist noch immer unbekannt. Es gibt jedoch Faktoren, die die Abnutzung der Gelenke begünstigen:

  • Steigendes Lebensalter
  • Überbelastung (z. B. durch Sport oder Beruf)
  • Fehlbelastung (z. B. durch X- oder O-Beine)
  • Bewegungsmangel
  • Übergewicht
  • Erblichkeit
  • Verletzungen
  • Muskelschwäche

Arthrose gehört generell zum natürlichen Alterungsprozess. Im Laufe der Jahre nutzen sich die Gelenke immer mehr ab. Der Gelenk-Knorpel wird wie der Rest des Körpers älter. Er büßt durch tägliche Beanspruchung seine Stabilität und Robustheit ein. Aber auch ein Missverhältnis zwischen Belastbarkeit und Belastung der Gelenke kann schmerzhafte Knorpelschäden verursachen. Wenn die gelenkstabilisierenden Muskelpartien eine zu starke Beanspruchung nicht mehr auffangen können, leidet der Knorpel unter dieser Überbelastung.

Welche Gelenke können von Arthrose betroffen sein?

Grundsätzlich kann jedes Gelenk von Verschleiß betroffen sein. Besonders häufig trifft es jedoch Kniegelenke und Fingergelenke sowie Schultergelenke und Hüftgelenke.

Was passiert im Gelenk?

Ein Gelenk besteht aus zwei gegenüber liegenden Knochenenden, der Gelenkpfanne und dem Gelenkkopf. Beide sind mit einer Knorpelschicht überzogen, die den Knochen schützt und eine reibungsfreie Bewegung des Gelenks ermöglicht. Der Knorpel wirkt als Stoßdämpfer und Druckverteiler. Der Spalt zwischen den Knorpelflächen ist mit Gelenkflüssigkeit gefüllt, die von der Gelenkinnenhaut produziert wird. Sie dient als „Gelenkschmiere“ und versorgt den Knorpel mit wichtigen Nährstoffen. Umschlossen und zusammengehalten wird das ganze Gelenk von der Gelenkkapsel.
Eine Arthrose verläuft in der Regel in vier Stufen:

1. Im gesunden Gelenk ist der Knorpel noch glatt, elastisch und ausreichend dick. Er kann seiner Schutzfunktion ungehemmt nachkommen. Das Gelenk ist optimal beweglich.

2. Mit beginnendem Gelenkverschleiß wird die Knorpelschicht porös und dünn. Es bilden sich Risse an ihrer Oberfläche. Das Gelenk kann nicht mehr reibungsfrei gleiten.

3. Bei Fortschreiten der Arthrose löst sich der Knorpel weiter auf. In manchen Bereichen reiben die Knochen bereits aufeinander. Als Schutzreaktion wird vermehrt Knochensubstanz gebildet. Der Gelenkspalt verengt sich.

4. Belastung führt zu weiteren, knotigen Knochenverformungen. Es kommt zur Deformierung des betroffenen Gelenks. Die Arthrose schränkt die Beweglichkeit des Betroffenen deutlich ein.

Innerhalb jeder Stufe können abgesplitterte Knorpelpartikel in den Gelenkspalt geraten. Sie sind wie „Sand im Getriebe“ und beschleunigen die Zerstörung des verbliebenen Knorpels. Zusätzlich reizen sie die Gelenkinnenhaut und verursachen schmerzhafte Entzündungen. Dies bezeichnet man als „aktivierte Arthrose“.

Unsere Grafik zeigt eine Arthrose im Kniegelenk. Egal ob Stehen, Laufen oder Hocken – das Knie wird ständig beansprucht, denn es trägt tagtäglich unser gesamtes Körpergewicht. Der Knorpel im Kniegelenk kann sich mit den Jahren abnutzen und Stück für Stück seine Funktionsfähigkeit verlieren. Es kommt zu Entzündungen und Schmerzen im Knie.

Woran erkennen Sie eine aktivierte Arthrose?

Arthrose ist in der Regel ein schleichender Prozess, der sich über einen längeren Zeitraum erstreckt. Da das Knorpelgewebe empfindungslos ist, löst die Abnutzung selbst keine Schmerzen aus. Sie bleibt zunächst unbemerkt, bis der Knorpelabrieb die besonders nervenhaltige und empfindliche Gelenkinnenhaut beeinträchtigt. Akute Entzündungen äußern sich jetzt durch Schmerzen und körperliche Einschränkungen:

  • Routinebewegungen wie Bücken, Heben, Greifen und Hocken sind schmerzhaft.
  • Beim morgendlichen Aufstehen fühlen sich die Gelenke steif an.
  • Alltägliche Aktivitäten wie Treppensteigen oder Gartenarbeit verursachen Gelenkschmerzen und ein Gefühl der Überlastung.
  • Bei fortgeschrittener Arthrose sind die betroffenen Gelenke meist geschwollen, gerötet und fühlen sich heiß an. Schmerzen treten nun auch in Ruhephasen auf.

Wenn sich Ihre Gelenke steif anfühlen oder Sie durch Schmerzen in Ihren alltäglichen Bewegungen eingeschränkt sind, suchen Sie Ihren Arzt auf. Er kann abklären, ob es sich um eine Arthrose handelt.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Bei einer Arthrose ist ein ganzheitlicher Behandlungsansatz empfehlenswert. Er vereint medizinische und unterstützende Maßnahmen im Alltag. Durch eine frühzeitige Erkennung und Therapie kann der Erkrankung effektiv entgegengewirkt werden.

Schmerzmittel: Die äußerliche Anwendung von Schmerzgelen oder Schmerzcremes mit dem Wirkstoff Diclofenac, z.B. Voltaren Schmerzgel® oder Voltaren Schmerzgel forte®, können Gelenkschmerzen lindern und Entzündungen bekämpfen.

Bewegung: Sanfte aber kontinuierliche Bewegung der Gelenke ist besonders wichtig, um das Fortschreiten einer Arthrose zu stoppen. Denn nur durch Bewegung wird die Nährstoffversorgung des Knorpels über die Gelenkflüssigkeit angeregt. Zugleich wird die muskuläre Gelenkstabilisierung gefördert. So beugen Sie weiteren Schmerzen vor. Setzen Sie also auf ein gesundes Maß an Bewegung. Starten Sie mit leichtem Training, z. B. mit gelenkschonendem Wandern, sanfter Gymnastik und einfachen Übungen.

Glucosamin: Einmal zerstörter Gelenkknorpel kann nicht wieder aufgebaut werden. Die verbliebene Knorpelsubstanz muss daher so früh wie möglich qualitativ unterstützt werden. Zur Stärkung und „Gelenkschmierung“ eignet sich bei leichter bis mittelschwerer Kniearthrose eine Zufuhr von Glucosamin. Die körpereigene Substanz ist Bestandteil von Knorpel und Gelenkflüssigkeit. Eine zusätzliche Versorgung mit Glucosamin kann den Gelenkknorpel stärken und den weiteren Abrieb verlangsamen. Die Schmerzen können abnehmen und die Beweglichkeit der Gelenke erhalten bleiben.

Reduktion des Körpergewichts: Eine Gewichtsreduktion bei Übergewicht sowie der Aufbau gelenkentlastender Muskeln können einem schnellen Fortschreiten der Arthrose entgegenwirken.

Ernährung: Auch entzündungshemmende Lebensmittel und Nährstoffe können den Verlauf einer Arthrose positiv beeinflussen. Setzen Sie daher auf eine ausgewogene Ernährung, die reich an Mineralien, Vitaminen, Omega-3-Fettsäuren und Antioxidantien ist.

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