Wissenswertes über Schmerzen

Alles über Arthrose

Arthrose ist die häufigste Form chronischer Erkrankungen der Gelenke. Erfahren Sie mehr über die Ursachen und wie Sie Ihre Schmerzen lindern können.

Was ist Arthrose?

Arthrose ist die häufigste aller Gelenkerkrankungen und beeinträchtigt Millionen von Menschen weltweit. Dabei kann sich Arthrose unterschiedlich auswirken. Manche Menschen haben relativ milde Symptome, wie Schmerzen und steife Gelenke, die genauso schnell wieder vergehen, wie sie auftreten. Bei anderen dagegen kann Arthrose bleibende und ernsthafte Probleme verursachen. Arthrose kann generell bei allen Gelenken des Körpers auftreten. Am häufigsten sind die Knie- und Fingergelenke betroffen.

Welche Ursache hat Arthrose?

In gesunden Gelenken sind die Enden aller Knochen mit Knorpel überzogen. Dieses robuste und gummiartige Material ermöglicht dem Gelenk eine reibungslose Bewegung und dient als Stoßdämpfer zwischen den Knochen. Bei Arthrose nutzen sich die Knorpel langsam ab, was zu Schmerzen und steifen Gelenken führen kann.
Auch wenn Arthrose Hand in Hand mit dem natürlichen Gelenkverschleiß geht, sind davon nicht nur ältere Menschen betroffen. Arthrose kann in jedem Alter auftreten und führt häufig schon ab dem 45. Lebensjahr zu ersten Beschwerden.

Ursachen von Arthrose, Symptome verstehen

WUSSTEN SIE SCHON?

Der Knorpel, der Ihre Gelenke abfedert, wird hyalin (gläsern) genannt, da dünne Schichten dieses Knorpels durchscheinend, ja sogar transparent erscheinen.¹

Generell muss sich Arthrose mit den Jahren nicht unbedingt verschlimmern. Passiert das jedoch, kann die Krankheit zu brüchigen Knochen und der Bildung von Wucherungen führen. Auch können Knochen- und Knorpelteile absplittern und im Gelenk umherschwimmen. In der Endphase der Arthrose, wenn sich die Knorpel in den Gelenken fast vollständig abgenutzt haben, beginnen die Knochen aneinander zu reiben. Das führt zu weiteren Gelenkschäden und Schmerzen. Letztendlich kann die Bewegung des betroffenen Gelenks äußerst schmerzhaft werden.

Was sind die Symptome

Die Symptome von Arthrose sind je nach betroffenem Gelenk und Schwere der Erkrankung sehr unterschiedlich. Die häufigsten Symptome sind:

  • Druckempfindlichkeit, Schmerzen und Steifheit 
  • Gelenk erscheint größer und „unförmiger“
  • Knack- oder Mahlgeräusch bei Bewegung 
  • Verminderte Funktion oder eingeschränkte Beweglichkeit
  • Schwäche und Muskelschwund rund um das Gelenk 
  • Wucherungen, sogenannte Knochensporne

Wenn Sie unter Arthrose in den Kniegelenken leiden, können Sie auch das Gefühl haben, dass ihre Knie „nachgeben“. Auch Schwierigkeiten beim Durchstrecken des Knies sind möglich. Meist sind von Arthrose beide Knie gleichzeitig betroffen. Eine Ausnahme ist möglich, wenn ein Knie aufgrund einer früheren Verletzung für Arthrose anfällig ist. Dann kann es auch vorkommen, dass lediglich dieses Knie Beschwerden hat.

Leiden Sie unter Arthrose in den Händen, kann es zu knochigen Spornauswüchsen an den Gelenkrändern kommen. Die Gelenke können versteifen, anschwellen, empfindlich und rot werden. Dementsprechend können Bewegungen wie das Tippen oder Klavierspielen schmerzhaft sein. Häufig sind vor allem das Daumensattelgelenk, die Gelenke der Fingerspitzen und des Mittelfingers davon betroffen.

Wer ist besonders häufig betroffen?

Es gibt mehrere Faktoren, die Arthrose begünstigen. Hierzu zählen:

  • Übergewicht – Übergewicht setzt Ihre Gelenke wie die Knie, unter erhöhten Druck, was zu einer rascheren Abnutzung der Knorpel führen kann. Aus diesem Grund haben übergewichtige Frauen im Vergleich zu Frauen mit Normalgewicht ein fast vier Mal höheres Risiko für Kniearthrose. Bei übergewichtigen Männern ist dieses Risiko sogar fünf Mal höher. Übergewicht stellt dabei auch ein erhöhtes Risiko für Arthrose in anderen Gelenken dar. Das gilt selbst für Arthrose in den Händen.
Schmerz über 55: Entzündungshemmende Medikamente
  • Geschlecht – Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Das gilt insbesondere für Frauen ab 50.
  • Alter – Das Arthroserisiko steigt mit zunehmendem Alter.
  • Gelenkverletzungen – Wenn Sie bereits Gelenkverletzungen aufgrund eines Unfalls oder sportlicher Aktivitäten erlitten haben, besitzen Sie in den betroffenen Gelenken ein höheres Risiko für Arthrose. Das ist selbst dann der Fall, wenn die Verletzungen bereits Jahre zurückliegen.
  • Beruf – Falls Ihr Beruf eine einseitige Belastung der Gelenke mit sich bringt, steigt Ihr Risiko für Arthrose. Beispiele hierfür sind ganztägiges Tippen oder Haare schneiden.
  • Erbgut – Einige Menschen haben aufgrund ihrer Gene ein erhöhtes Risiko für Arthrose.
  • Knochenverformungen – Es ist wahrscheinlicher, dass Sie Arthrose entwickeln, wenn Sie bereits mit deformierten Gelenken oder defekten Knorpeln geboren wurden.

Diagnose und Behandlung von Arthrose

Ihr Hausarzt kann durch die Untersuchung des schmerzenden Gelenks eine Arthrose diagnostizieren. Er kann außerdem weitere Untersuchungen oder Labortests anordnen oder Sie an einen Spezialisten zur Weiterbehandlung überweisen.

Ihr Arzt oder Apotheker kann Ihnen Medikamente zur Schmerzlinderung empfehlen. Diese umfassen vor allem Schmerzmittel, wie nichtsteroidale entzündungshemmende Arzneimittel (NSAR), die Schmerzen lindern und gleichzeitig die Entzündung hemmen. Die Medikamente sind als Salben zum Auftragen oder als Tabletten zum Einnehmen erhältlich. In schweren Fällen können Ärzte auch verschreibungspflichtige Medikamente verordnen.

Neben den richtigen Medikamenten, kann Ihr Arzt oder Apotheker Sie auch über weitere ergänzende Behandlungsansätze informieren, wie die Gewichtsabnahme und leichte Bewegungsübungen. Da es bisher kein Heilmittel für Arthrose gibt, sollten die folgenden Punkte das Hauptziel für den Umgang mit der Erkrankung sein:

  • Verbesserung der Gelenkfunktion
  • Ein gesundes Körpergewicht
  • Kontrolle der Schmerzen durch Medikamente
  • Ein gesunder Lebensstil
  • Einnahme vom körpereigenen „Knorpelnährstoff“ Glucosaminhydrochlorid

¹ Hyalinknorpel | Anatomie | Britannica.com. 2016. [ONLINE] Verfügbar unter: http://www.britannica.com/science/hyaline-cartilage.
² GSK, Global Pain Index Research, Edelman Berland 2014., Bericht, S. 8, [ONLINE] Verfügbar unter: http://www.global-pain-index.com. [Zugriff am 20. April 2016].

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